Mosaik

1.0 Mosaik Zucht Reisetaube

1.0 Mosaik Zucht Reisetaube

Jeglichem Vererbungsschema widersprechend sind Brieftauben mit Mosaik Färbung. Dieser Farbschlag ist absolut rar und besitzt zweierlei Grundfarben welche er auch im äußerlichen Erscheinungsbild trägt. Die Brieftaube links auf dem Bild ist eine Zucht Reisetaube von einem Zuchtfreund. Sie ist auf der rechten Seite ein Blauscheck mit schwarzen Binden und weißen Schwingen. Auf der linken Seite ist sie fahl bindig. Zusätzlich trägt sie wie auf der blauen Seite deutlich sichtbar ist den Tiger Erbfaktor.  Man nimmt an, dass bei einer Million schlüpfenden Brieftauben maximal ein halbes Dutzend mit Mosaik Färbung auftritt. Als Versuch einer genetischen Erklärung hat Dr. Willard F. Hollander 1949 die Bezeichnung“bipaternity“ (Zwei Väter) benutzt.

1.0 Mosaik - rechter Flügel

1.0 Mosaik – rechter Flügel

Er nimmt in seiner Theorie an, dass eine Eizelle gleichzeitig von zwei Spermien befruchtet wird. Dieses Ereignis muss nicht unbedingt durch zwei Väter erfolgen. Theoretisch könnte der Vater mischerbig für zum Beispiel die schwarze und die rote Grundfarbe sein. Wenn nun zwei Spermien mit unterschiedlichen Anlagen für die Grundfarbe von diesem mischerbigen Vater gleichzeitig in die Eizelle gelangen kann dies laut der Theorie von Dr. Willard F. Hollander dazu führen, dass Mosaik farbige Brieftauben entstehen. Mosaik farbige Brieftauben untereinander verpaart sind nicht in der Lage wiederum Mosaik farbigen Nachwuchs zu erzeugen. Falls dem doch so wäre, wäre dies wohl reiner Zufall.

1.0 Mosaik von oben

1.0 Mosaik – von oben

Die Bezeichnung Mosaik kann sich nach heutiger Auffassung auch auf Tiere beziehen welche von der Zeichnung zweierlei veranlagt sind (z.Bsp. gehämmert und bindig) bei gleicher Grundfarbe aufweisen. Ebenfalls wird von Mosaik Brieftauben berichtet welche halbseitig gezeichnet sind und halbseitig den Ausbreitungsfaktor für Farbe tragen.