Reinerbig und Mischerbig

Die Begriffe reinerbig und mischerbig sollen anhand von einem einfachen Beispiel mit dem Erbfaktor der Grundfarbe erklärt werden.

Nehmen wir an wir verpaaren als Beispiel Nummer 1 einen für die Grundfarbe reinerbig roten Vogel mit einer schwarzen Täubin. Wir  werden in der Nachzucht aus diesem Paar folgendes Ergebnis erhalten:

50 Prozent der Nachzucht wird aus roten Weibchen
bestehen und 50 Prozent der Nachzucht wird aus äußerlich roten Täubern bestehen die allerdings alle mischerbig für die schwarze Grundfarbe sind. Siehe hierzu nachfolgende Grafik:

reinerbig_mischerbig

 

 

 

 

Wir wissen nun, dass die Jungtäuber aus Beispiel 1 mischerbig für die Grundfarben rot und schwarz sind. Gibt es einen optischen Unterschied zu Ihrem Vater, welcher die rote Grundfarbe in Reinerbigkeit besitzt? Die Antwort lautet “in diesem Fall” ja. Mit zunehmendem Alter werden die Jungtäuber mehr und mehr schwarze Tintenflecken bekommen, während ihr Vater dieses Merkmal nicht zeigt, da er reinerbig für die rote Grundfarbe ist.

Schwingen einer Dominant roten Brieftaube,  mischerbig für Schwarz

Schwingen von einem Roten Brieftauben Täuber, mischerbig für die Schwarze Grundfarbe, erkennbar an den Schwarzen  Tintenflecken.

reinerbig_rot

Flügel und Schwingen von einem reinerbig Roten Täuber, komplett ohne Schwarze Tintenflecken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

bsp_2

Im Umkehrschluss wollen wir mit einem zweiten Beispiel prüfen, was passiert wenn wir nun einen der Jungtäuber aus Beispiel 1 mit einer roten Täubin verpaaren. Wie wir an nebenstehender Grafik erkennen können, werden sich in der Nachzucht zu 25 Prozent rote Weibchen, zu 25 Prozent schwarze Weibchen und zu 50 Prozent reinerbig rote Täuber einstellen.

Nicht bei allen Erbfaktoren ist eine Mischerbigkeit so deutlich sichtbar wie beim Beispiel mit den roten Brieftauben Täubern und den schwarzen Tintenflecken. Es gibt eine Vielzahl an Erbfaktoren bei welchen eine Mischerbigkeit am äußeren Erscheinungsbild nicht erahnt werden kann. Die Mischerbigkeit wird in diesen Fällen verdeckt getragen, kann aber jederzeit im Verlaufe der Zucht und bei entsprechenden Kombination mit anderen Erbfaktoren sichtbar in Erscheinung treten.