Die Vererbung der Zeichnungsanlagen

ZeichnungsanlagenEs werden vier verschiedene Zeichnungsanlagen bei Tauben unterschieden. Hohlig, bindig, gehämmert und dunkelgehämmert. Die Zeichnung wird unabhängig von der Grundfarbe vererbt. Die Vererbung der Zeichnungsanlagen erfolgt in Abhängigkeit der jeweiligen Dominanz oder Rezessivität zueinander. Brieftauben können Ihre Zeichnungsanlagen in Reinerbigkeit oder in Mischerbigkeit tragen.

Genetische Symbole für die Zeichnungsanlagen:

Hohlig:                        c
Bindig:                        +     (Zeichnungsanlage vom Wildtyp)
Gehämmert:                C    (englisch für Checker)
Dunkelgehämmert:     CT   (englisch für T-Pattern Checker)

Die Erbinformation für die Zeichnungsanlagen kommt vom Vater und von der Mutter. Die Brieftaube trägt diese Erbinformation also doppelt.

Symbol Darstellung für Reinerbige Zeichnungsanlagen:

Reinerbig hohlig:                            c c
Reinerbig bindig:                            + +
Reinerbig gehämmert:                  C C
Reinerbig dunkelgehämmert:      CT CT

Symbol Darstellung für Mischerbige Zeichnungsanlagen:

Mischerbig bindig und gehämmert:                             + C
Mischerbig Bindig und hohlig:                                      + c
Mischerbig bindig und dunkelgehämmert:                + CT
Mischerbig gehämmert und hohlig:                             C c
Mischerbig gehämmert und dunkelgehämmert:       C CT
Mischerbig hohlig und dunkelgehämmert:                c CT

Die Reihenfolge der Dominanz bei den Zeichnungsanlagen:

Dunkelgehämmert ist dominant über Gehämmert, Bindig und Hohlig
.
Gehämmert ist dominant über Bindig und Hohlig.
Bindig ist dominant über Hohlig.

Als Reihenfolge sortiert nach der Dominanz ergibt sich also folgendes Schema:

dunkelgehämmert – gehämmert – bindig – hohlig <=> oder <=> CT – C – + – c

Beispiele für die Vererbung der Zeichnungsanlagen:

Beispiel 1:

Zeichnungsanlagen_1Wir verpaaren einen reinerbig bindigen Täuber mit einer reinerbig gehämmerten Täubin. Wie in der Abbildung links zu erkennen ergibt sich, dass alle Jungtiere aus diesem Paar mischerbig für die bindige und die gehämmerte Zeichnungsanlage sind. Äußerlich werden aufgrund der Dominanz von gehämmert über bindig alle Jungtiere die gehämmerte Zeichnungsanlage tragen.

Beispiel 2:

Zeichnungsanlagen_2Wir verpaaren zwei Jungtiere aus Beispiel 1 welche mischerbig für die bindige und die gehämmerte Zeichnungsanlage sind. Äußerlich zeigen beide die gehämmerte Zeichnungsanlage. Als Nachzucht aus dieser Paarung erhalten wir zu 25% C C reinerbig gehämmerte, zu 25% + + reinerbig bindige, sowie zu 50% + C mischerbige Jungtiere für die gehämmerte und die bindige Zeichnung. Die mischerbigen Jungtiere zeigen äußerlich aufgrund der Dominanz von gehämmert über bindig die gehämmerte Zeichnung.

Beispiel 3:

Zeichnungsanlagen_3In diesem Beispiel verpaaren wir einen reinerbig dunkelgehämmerten Täuber mit einer mischerbigen Täubin für die bindige und gehämmerte Zeichnungsanlage. Wie im Bild links zu erkennen erhalten wir folgende Nachzucht: 50% sind CT + also mischerbig für die dunkelgehämmerte und die bindige Zeichnungsanlage. 50 % sind CT C also mischerbig für die dunkelgehämmerte und die gehämmerte Zeichnungsanlage. Aufgrund der Dominanz von dunkelgehämmert über alle anderen Zeichnungsanlagen werden alle Jungtiere äußerlich dunkelgehämmert sein.

Beispiel 4:

Zeichnungsanlagen_4Aus Beispiel 3 verpaaren wir einen für die dunkelgehämmerte und bindige Zeichnungsanlage mischerbigen Täuber mit einer für die dunkelgehämmerte und gehämmerte Zeichnungsanlage mischerbige Täubin. Wie im Bild rechts zu erkennen erhalten wir folgende Nachzucht: 25% werden CT CT reinerbig dunkelgehämmert sein. 25% werden + CT mischerbig für dunkelgehämmert und bindig sein. Äußerlich tragen diese Tiere die dunkelgehämmerte Zeichnung wegen der Dominanz von dunkelgehämmert über bindig. 25% werden CT C mischerbig für dunkelgehämmert und gehämmert sein. Äußerlich tragen diese Tiere die dunkelgehämmerte Zeichnung wegen der Dominanz von dunkelgehämmert über gehämmert. 25% werden + C mischerbig für gehämmert und bindig sein. Äußerlich tragen diese Tiere die gehämmerte Zeichung wegen der Dominanz von gehämmert über bindig.

Beispiel 5:

Zeichnungsanlagen_5Im abschließenden Beispiel verpaaren wir einen reinerbig hohligen Täuber mit einer mischerbigen Täuben für gehämmert und bindig. 50% der Jungtiere werden c C mischerbig für hohlig und gehämmert sein. Aufgrund der Rezessivität von hohlig zu gehämmert zeigen diese Tiere äußerlich die gehämmerte Zeichnung. 50 % der Jungtiere werden c + mischerbig für hohlig und bindig sein. Aufgrund der Rezessivität von hohlig zu bindig zeigen diese Tiere äußerlich die bindige Zeichnung.